<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-9197921</id><updated>2011-04-21T15:04:20.800-07:00</updated><title type='text'>Der Nazis neue Kleider</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://neue-rechte.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9197921/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neue-rechte.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>AG_Antifa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06691929900094074886</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>1</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9197921.post-110066106145634351</id><published>2004-11-16T19:00:00.000-08:00</published><updated>2004-11-16T19:11:01.456-08:00</updated><title type='text'>Der Nazis neue Kleider</title><content type='html'>&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Kahlrasierter Kopf, Bomberjacke, weissgeschnürrte Springersteifel bis zum Knie, „Landser“-Aufnäher und am Besten noch ein „blood &amp;amp; honour“ Tatoo im Nacken. Das ist das allseits bekannte Bild vom Neonazi dass sich uns seit Jahren einprägt. Wie weit es mittlerweile an der Realität vorbeigeht und was Stylecodes mit faschistischer Ideologie zu tun haben können soll hier geklärt und eventuell diskutiert werden.&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Begegnete einem vor ein paar Jahren ein Neonazi auf Deutschlands Strassen, so sah man diesem sein rechtes Weltbild zumeist schon hundert Meter vor Augenkontakt an- genug Zeit also die Strassenseite zu wechseln oder sich zumindest innerlich auf die Begegnung vorzubereiten. Heutzutage dürfte das wesentlich schwerer fallen, die äusserlichen Unterschiede zwischen einem Neonazi und einem x-beliebigen Jugendlichen sind kaum mehr mit blossem Auge wahrnehmbar. [1] Womit wir auch schon beim Grund für das neue Auftreten der Neonazis wären, das eingangs beschriebene Bild gilt ihnen als „überholt“, bisweilen sogar als „stumpfsinnig“. Kaum jemand fühlt sich dadurch angesprochen, die Bevölkerung ist mehr oder weniger entsetzt und entdeckt über derart offensichtliche faschistische Tendenzen ihre antifaschistische Seite. Auch verleitet ein derart dumpfes zur Schau tragen von Stärke und Macht immer weniger Jugendliche dazu, sich einer rechtsradikalen Gruppierung anzuschliessen, die Abschreckungsrate überwog.[2]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#006600;"&gt;Rechte Strategien...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Da hätten wir jetzt also auf der einen Seite eine ganz bewusste Entscheidung von Neonazikadern, die rechte Szene auch für andere als die Skinhead-Jugendkultur zu öffnen. Zum anderen spielt die wachsende Tendenz zum Nationalismus als Teil der Popkultur eine Rolle[3]. Wenn Nationalismus in ist, kann ich auch als HipHopper, als Skaterin, als Sprüher stolz auf mein Land und seine Geschichte sein. Aus dieser Postion heraus, ist es dann kein allzu weiter Weg mehr zum modernen Neonazi. Dazu muss man die ursprünglichen Zusammenhänge noch nicht einmal mehr verlassen. Eine weitere selbstgeschaffene Barriere auf dem Weg zu einer hegemonialen rechten Jugendkultur ist also verschwunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Zusammenhang wird des öfteren festgestellt, Neonazis würden andere Jugendkulturen „unterwandern“. Das halte ich für eine grundsätzlich falsche Herangehensweise, es steckt kein masterplan hinter dem ganzen, keine kühle strategische Überlegung. Auch wenn sich einem dieser Eindruck manchmal aufdrängt. So wird in „nationalen“ Foren diskutiert, wie weit die Öffnung der rechten Szene gehen soll und an welchem Punkt es mit dem neu entdeckten Pluralismus aus ist. Eine Grenze ist z.B. der teilweise bis ins sexuelle reichende Todeskult im Death-Metal Bereich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#006600;"&gt;... und was das Strafgesetzbuch dazu sagt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Aber auch wenn Neonazis mittlerweile mehr Wert darauf legen, dass ihr Äusseres nicht per se abschreckend wirkt, so wollen sie dennoch nicht darauf verziechten mit ihrer Kleidung spezielle Botschaften und Codes zu vermitteln. Entweder schaffen sie sich selbst neue Marken wie z.B. „Division Thor Steinar“, oder aber sie besetzen Marken mit einem spezifisch rechtsradikalen Image. So wurden lange Zeit Pullover der Marke „lonsdale“ unter geöffneter Jacke getragen, so dass man nur die Buchstaben „nsda“ lesen konnte, das galt und gilt als hommage an die Nationalsozialistische Partei Deutschlands (die NSDAP), mittlerweile übernimmt die Marke „conNSDAPle“ diese Funktion. Erstere und letztere haben gemein, dass sie unter §86a des Strafgesetzbuches fallen- nämlich „Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#990000;"&gt;Gefahr erkannt...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Man sollte sich allerdings bewusst machen, dass ein Neonazi nicht ungefährlicher, nicht weniger gewaltbereit oder weniger faschistisch dadurch wird, dass er oder sie jetzt hipper aussieht. Die Gefahr die von ihnen ausgeht ist mindestens dieselbe. Es sind immer noch die als „anders“ halluzinierten Menschen die Opfer rechter Gewalt werden, also all diejenigen, die nicht in ihr vergurktes Weltbild passen. Was im Zweifelsfalle all diejenigen treffen kann die schlicht keine Nazis sind. Das Bestreben auch modisch gekleideter Neonazis ist es weiterhin, eine Dominanzkultur zu schaffen, also ein kulturelles Klima in dem keine andere als eine nationalistische (Jugend-)Kultur mehr denkbar ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#990000;"&gt;...Gefahr gebannt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Aber all das ist kein Grund zu verzweifeln. Was kann mensch, was kannst du dagegen unternehmen? Zum einen sollte sich einmal intensiv und vor allem kritisch mit der Szene auseinandergesetzt werden, in deren Kreise mensch sich bewegt. Funktioniert das Beisammensein über „wer ist die Beste“, „Wer ist der härteste“, zählen Macht und Stärke mehr als freundschaftliche Beziehungen. Wie anfällig oder wie durchdrungen ist die Gruppe, der Zusammenhang, die Clique von Sexismus, Rassismus, Nationalismus usw... All das sollte offen besprochen werden, denn Neonazis setzen darauf, das zu ihrem Denken und Handeln geschwiegen wird. Was du im Zweifelsfall ebenfalls tun kannst, wenn anderes nicht mehr hilft oder du dich bedroht fühlst, ist ganz einfach die Cops anzurufen und ihnen zu melden, dass da jemand eine „Thor Steinar“-Jacke trägt oder ein „consdaple“-Shirt unter halboffener Jacke. Du solltest dir allerdings der Gefahren bewusst sein, die diese Handlungsweise bergen kann, um diese zu umgehen könntest du den Weg über die Schulleitung oder andere derartige Instanzen nehmen, denn genau dafür sind sie da.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;[1]Es sind mittlerweile oftmals nur noch Feinheiten die den Unterschied ausmachen zwischen dem Outfit alternativer Jugendlicher und dem von Neonazis, da steht dann statt „Antifaschistischer Aktion“ „Nationale Aktion“, oder statt „Good night white pride“ „Good night left side“ auf Buttons und Basecaps.&lt;br /&gt;[2] Zumindest an Orten, an denen die rechte Kultur nicht die hegemoniale war und ist, also an Orten, an denen es eine Vielzahl von Jugendkulturen existiert. In vielen ostdeutschen Provinsorten sieht das auch heute noch anders aus.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;[3] Beispiele dafür sind Bands wie Mia oder der Songwriter Heppner, denen gemeinsam ist, dass sie kürzlich entdeckten, dass ihnen die deutsche Vergangenheit keine schlaflosen Nächte mehr bereitet und die aus ihrem Stolz fürs „neue“ Deutschland keinen Hehl mehr machen wollen. Filme alà „Das Wunder von Bern“ schlagen in die gleiche Bresche. Eine neue Dimension erreichte der ganze Tumult, mit der Diskussion über eine Radioquote für deutschsprachige Musik. [Zum Thema Nationalismus und Popkultur siehe auch: &lt;blogitemurl&gt;&lt;a href="http://www.nadir.org/nadir/initiativ/ci/nf/105/17.html"&gt;rechter Pop?&lt;/a&gt;&lt;/blogitemurl&gt; ] &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9197921-110066106145634351?l=neue-rechte.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://neue-rechte.blogspot.com/feeds/110066106145634351/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=9197921&amp;postID=110066106145634351' title='4 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9197921/posts/default/110066106145634351'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9197921/posts/default/110066106145634351'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://neue-rechte.blogspot.com/2004/11/der-nazis-neue-kleider.html' title='Der Nazis neue Kleider'/><author><name>AG_Antifa</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06691929900094074886</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry></feed>
